Eine Kultur der Anerkennung etablieren: Kooperation zwischen Schule und außerschulischen Partnern als Voraussetzung für ganzheitliche Bildung

Im April 2016 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Schule und aus der außerschulischen Praxis, aus Vereinen, Verbänden, Verwaltung und Wissenschaft im Soester Landesinstitut für Schule NRW zur Tagung „Eine neue Anerkennungskultur etablieren – wie Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern gelingen“. Der Landesverband der Musikschulen in NRW war im Rahmen dieser Tagung Mitgestalter der Arbeitsgruppe Musik.

Beim Thema Anerkennungskultur geht es darum, die ganzheitliche Bildung und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen und, damit einhergehend, bestmögliche Bedingungen des Aufwachsens und Lernens sicherzustellen.
In diesem Zusammenhang betonte Schulministerin Sylvia Löhrmann in ihrem Grußwort zur Soester Tagung die besondere Bedeutung der Zusammen­arbeit von Schule mit außer­schulischen Partnern und erklärte: „Die Öffnung von Schule ist eine große Bereicherung für das Lernen. In der Schule der Zukunft arbeiten multi­professionelle Teams unter einem Dach. Ebenso wichtig ist aber auch, dass das außer­schulische Engagement von Schülerinnen und Schülern, die besondere Leistung in Kultur, Sport, Jugend­arbeit, in der Schule selbst angemessen ge­würdigt wird.“

Im Nachgang zur Tagung verfasste eine Gruppe außerschulischer Partner einen Artikel, der die Rahmen- und Gelingensbedingungen zur Etablierung der Anerkennungskultur für außerschulisches Engagement in den Blick nimmt. Die Autoren (Eva Dämmer (stellvertr. Vorsitzende des LVdM NRW und Leiterin der Musikschule Hilden), Dr. Heike Stumpf (Landesmusikrat NRW), Gregor Gierlich (Landesjugendring NRW) und Dr. Walter Lindenbaum (Landesmusikrat/Bundesverband Musikunterricht NRW) kommen zu dem Fazit: „Angesichts der vielen Aufgaben, die Lehrerinnen und Lehrer zu erfüllen haben, ist es für sie oft schwierig, die eigenen Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus in ihrer Gesamtheit wahrzunehmen und somit ihre individuellen Bildungswünsche zu berücksichtigen. Hier ist Kommunikation gefragt: Nur was bekannt ist, kann auch berücksichtigt werden, daher müssen außerschulische Anbieter, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern über Schulisches und Außerschulisches, im Idealfall alle gemeinsam, reden und sich gegenseitig informieren. … Nur die gegenseitige Wertschätzung der Akteure in Schule und in den außerschulischen Bereichen kann die ganzheitliche Bildung derjenigen gewährleisten, um die es in beiden System geht: Kinder und Jugendliche.“
Der vollständige Artikel „Eine Kultur der Anerkennung etablieren“ erschien im Heft „Schule NRW“, dem Amtsblatt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, und ist auf der Website des Schulministeriums als pdf-Datei (244 KB) abrufbar: Direktlink zur Seite des Schulministeriums.
Die Dokumentation zur Tagung im April 2016 ist unter www.schulentwicklung.nrw.de/cms/tagungen/anerkennungskultur/index.html zu finden.

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