Mit dem Ziel, vor allem Erkenntnisse über Nutzung, Bewertung und Optimierungsvorschläge von SmartMusikschule zu sammeln, wurde Ende 2020 eine Online-Umfrage durchgeführt. An der Umfrage beteiligten sich 130 MusikpädagogInnen von 22 VdM-Musikschulen, die seit April 2020 für SmartMusikschule registriert waren.

Zu den Ergebnissen: Unter den UmfrageteilnehmerInnen (n=130) kristallisierten sich zwei Gruppen heraus: jene der Plattform-NutzerInnen (n=71) und jene der Nicht-NutzerInnen (n=59).
Hauptsächlich verwendete die NutzerInnen-Gruppe die sehr positiv bewertete Cloudfunktion sowie das Videochatprogramm Jitsi, das laut Aussagen der TeilnehmerInnen dringend entwicklungsbedürftig ist. Über SmartMusikschule wurde vor allem Einzelunterricht, die Bereitstellung von Notenmaterial, Playalongs und Lernvideos angeboten.
Schwierigkeiten im Einsatz der Plattform offenbarten sich besonders durch die Unmöglichkeit des gleichzeitigen Musizierens bei Onlineunterricht. Darüber hinaus erschwerten instabile Internetverbindungen, Latenzen sowie mangelhafte Klangqualität die Anwendung.

Als Gründe der Nichtnutzung von SmartMusikschule wurden vor allem das bevorzugte Zurückgreifen auf bereits bekannte Software, der Zeitfaktor für die Einarbeitung, die Ablehnung von Onlineunterricht und Datenschutzbedenken genannt.

Entwicklungspotential ließ sich vor allem im Bereich der Benutzerfreundlichkeit (z.B. Design, Menü-Strukturierung, Schulungsunterlagen, Bedienbarkeit, Barrierefreiheit) und der technischen Ausstattung (z.B. Serverkapazität, Optimierung der Videochatsoftware hinsichtlich Stabilität und Latenzminimierung) identifizieren.

Abschließend sei der Fokus auf ein hervorstechendes Ergebnis gerichtet, was eine Weiterentwicklung von SmartMusikschule als lohnenswert erscheinen lässt: 83,3 % aller UmfrageteilnehmerInnen, darunter NutzerInnen und Nicht-NutzerInnen von SmartMusikschule, gaben an, sich eine zukünftige Nutzung der Plattform vorstellen zu können.

Text und Evaluation: Christina Buchsbaum