Perspektiven für mehr künstlerisch-pädagogischen Nachwuchs
Die heute in Berlin vorgestellten Ergebnisse der Studie „MiKADO-Musik“ bestätigen zahlreiche Erfahrungen der Musikschulen in NRW: Der Nachwuchsmangel im künstlerisch-pädagogischen Bereich – und damit auch der Mangel an Lehrkräften an Musikschulen – hat vielfältige strukturelle und gesellschaftliche Ursachen. Die Untersuchung liefert erstmals breit empirisch abgesicherte Daten zu Faktoren, die junge Menschen davon abhalten, ein musikpädagogisches Studium aufzunehmen.
Viele Befunde decken sich mit einer Erhebung des Landesverbands der Musikschulen in NRW e.V. (LVdM) aus dem Jahr 2023. Darauf aufbauend wurden in NRW bereits Maßnahmen entwickelt, etwa im „Netzwerk Talentförderung“, in dem Musikschulen erarbeiten, wie sie die Nachwuchsfrage langfristig positiv beeinflussen können. Die nun veröffentlichte Studie bestätigt Ansätze wie die frühzeitige Begeisterung junger Talente für pädagogische Tätigkeiten und liefert zugleich neue Impulse für die Weiterentwicklung von Nachwuchs- und Personalstrategien.
Die öffentlichen Musikschulen in NRW stellen sich seit Jahren professionell den Herausforderungen des Fachkräftemangels – durch die Stärkung des Berufsbilds der Musikschullehrkraft, durch aktive Talentförderung und durch enge Kooperationen mit verschiedensten Partnern. Die Ergebnisse von „MiKADO-Musik“ bestätigen diesen eingeschlagenen Weg und verdeutlichen zugleich, dass eine nachhaltige Sicherung des musikpädagogischen Nachwuchses nur in gemeinsamer Verantwortung gelingen kann: Es braucht angemessene strukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen sowie die Zusammenarbeit insbesondere zwischen Musikschulen, Musikhochschulen und politischen Entscheidungsträgern.
Initiiert wurde die MiKADO-Studie von der „Arbeitsgemeinschaft der Leitenden pädagogischer Studiengänge“ und dem Ausschuss „Künstlerisch-Pädagogische Studiengänge“ der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen, unterstützt vom Verband deutscher Musikschulen, vom Deutschen Musikrat sowie von Ausbildungsinstituten in Deutschland und Österreich.
Kontakt und weitere Infos:
Landesverband der Musikschulen in NRW e.V.
Tel. 0211.25 10 09
kontakt@lvdm-nrw.de
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Weitere Infos zur Studie:
Pressemitteilung des Deutschen Musikrats mit musikpolitischen Forderungen
Pressemitteilung des Verbands deutscher Musikschulen
ALMS Deutschland
