Digitalisierung

Digitalisierung findet statt! Jetzt und in Zukunft.

In fast allen Lebensbereichen erleben wir rasante Veränderungen, die es zu gestalten gilt. Im Musikschulalltag ist Digitalisierung in den Bereichen Kommunikation, Zusammenarbeit, Datenverarbeitung, Verwaltung, Mediennutzung, Medienherstellung und Musizierpädagogik wirksam.

Der Landesverband der Musikschulen in NRW unterstützt alle Beteiligten mit Beratungs- und Fortbildungsangeboten, die helfen sollen, den Prozess der Digitalisierung an Musikschulen zu formen, kritisch zu reflektieren und zu entwickeln.

Kontakt:
Thomas Hanz
Referent Digitalisierung in der Musikpädagogik
thomas.hanz@lvdm-nrw.de
Tel. 0151.110 977 74

up:load | Der LVdM NRW Digital-Talk

Immer in der letzten Woche eines Monats an wechselnden Tagen von 11.00 – 12.30 Uhr.
Nächster up:load: Mo. 28.06.2021

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Aktuelles

Spielfeld Musikschule NRW

Digitalität | Gamification

Verschoben auf die 2. Jahreshälfte 2021!

Sie interessieren sich für die Digitalisierung im Bereich der Musik, in diesem Fall der Musikschulen? Dann ist dieses Angebot genau das richtige für Sie! Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, und gerade spielerische Elemente erfahren durch digitale Strukturen eine größere Wirkung.

Wenn man das Digitale nutzen will, um die Partizipation in der musikalischen Bildung und Kultur  zu verbessern, eröffnen sich durch Gamification und Fusion von analogen und digitalen Ebenen viele Perspektiven. Die Musikschulen des Ruhrgebiets im Landesverand der Musischulen in NRW haben sich aufgemacht, dies zu erproben und sich beim Digitaltag auszutauschen.

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Technische Hinweise:
Die mit „ZOOM“ markierten  Teile des Zeitplans finden in ZOOM und live gestreamt auf Youtube statt und könne mit den üblichen Endgeräten begleitet werden.
Die mit  „Wonder.Me“ markierten Teile des Zeitplans  finden auf der Plattform wonder.me statt. Dort  ist eine Teilnahme nur mit Laptop/PC möglich. Die Teilnahme per Tablet/Smartphone funktioniert nicht! wonder.me ist optimiert für die Browser Google Chrome and Microsoft Edge funktioniert aber auch mit Firefox. Wie wonder.me funktioniert sehen sie hier)
Die  Zugangsdaten werden den Angemeldeten am Tag vor der Veranstaltung per Mail mitgeteilt.

INHALTE

  • Gamification – analog und digital | Philipp Reinartz, Geschäftsführer Gaming-Agentur Pfeffermind
    Phillip Reinartz berichtet aus der Praxis der Spiele-Entwicklung, die das digitale und das analoge Feld verbinden, welchen Nutzen man aus dem Einsatz von Spielen für die pädagogischen Praxis ziehen kann. Sein Motto: Wenn Dinge, die ich lernen oder tun soll, plötzlich Spaß machen.
  • Fusion: „analoge“ Musik und „digitale“ Technologien | Matthias Krebs
    Vielfach werden Musik und digitale Technologien getrennt voneinander betrachtet und gar als gegensätzlich empfunden. In diesem Beitrag geht es um musikpädagogische Fallbeispiele, in denen die vermeintliche Trennung als hybrides Ganzes aufgezeigt wird. In diesen werden künstlerische und instrumentalpädagogische Anliegen erst in Verschmelzung mit digitalen Technologien erreicht. Im Ausblick werden Überlegungen zu einer Systematik hinsichtlich der Konzeption von SMART-Unterricht präsentiert.
  • Videogestütztes Musizieren, | House of Pop, Digitallabor Musikschule Dortmund, Martin Peitz
    Das Digitallabor in der Musikschule Dortmund erprobt das Musizieren in Distanz mit geringer Latenz und guter Tonqualität. Die dabei verwendete Technik SoundJack erlaubt digitale Verbindung in sehr guter Qualität. Martin Peitz berichtet vom Stand der Entwicklung in Dortmund.
  • Informationen zu aktuellen Projekten, mehrere Berichterstatter
    Ein Einblick in den Stand der Entwicklungen in anderen Projekten der Ruhrmusikschulen: Musikschulcloud SmartMusikschule, Gamification, Remix.Ruhr etc..
  • Praktische Übungen mit digitalen Verfahren (wonder.me, Mentimeter, BiParcours)
    Zur Steigerung unser aller digitaler Kompetenz werden im Laufe des Tages mehrere digitale Plattformen für die Kommunikation in den Pausen angeboten. Auch die Dozenten werden in diesem Rahmen den Teilnehmenden für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.

Zeitplan (vorläufig)

08:30 Beginn (Plattform „Wonder.me“ – Teilnahme nur mit Laptop/PC möglich. Keine Teilnahme per Tablet/Smartphone!)

09:00 Begrüßungen, Vorstellungen (ZOOM)
Grußwort Stadtdirektor Jörg Stüdemann, Kulturdezernent Stadt Dortmund.

09:30 PLENUM 1

  • keynote: Gamification – analog und digital, Philipp Reinartz
    Anschließend: Get together (wonder.me) Treffen Sie Philipp Reinartz im selbst gewählten Breakout-Raum oder diskutieren Sie Ihre Erfahrungen und Gedanken zu Gamification mit anderen Teilnehmenden.

10:30 PLENUM 2 (ZOOM)

  • Videogestütztes Musizieren am Beispiel Digitallabor Musikschule Dortmund, Martin Peitz
    Anschließend: Get together (wonder.me) Digitale Erfahrungen sammeln in moderierten Gruppen-Chats

Pause

12:00 PLENUM 3 (ZOOM)

  • Musikschulcloud SmartMusikschule, Stand der Dinge, Manfred Grunenberg
    Anschließend: Get together (wonder.me) Gamification – Praxisbeispiel BiParcours

13:00 PLENUM 4 (ZOOM)

  • Matthias Krebs: Fusion: ‚analoge‘ Musik und ‚digitale‘ Technologien vereinigt
    Anschließend: Get together (wonder.me)

15:30 PLENUM 5 (ZOOM)

  • Praktisches videogestützes Musizieren, Workshop mit Martin Peitz

16:00 Get together (wonder.me) Digitale Erfahrungen sammeln in moderierten Gruppen-Chats + Verabschiedung

 

Zur Anmeldung

Ein virtueller Rundgang durch die Musikschule inklusive Konzert-Stream, eine digitale Musik-Schnitzeljagd per App, Jekits-Unterricht als Livestream oder Instrumenten-vorstellung im Video-Chat: Das sind nur wenige Formate, wie sich Musikschulen am 18. Juni 2021 beim bundesweiten Digitaltag beteiligen können. Vor Ort, online oder hybrid.

Sie möchten mit Ihrer Musikschule dabei sein? Unter https://digitaltag.eu/ finden Sie alle zur Teilnahme nötigen Infos. Auf der Aktionslandkarte ist noch Platz in NRW!

Für Fragen oder einen Ideenaustausch melden Sie sich gerne bei uns.

Digitalisierungsprojekte

Immer in der letzten Woche eines Monats an wechselnden Tagen von 11.00 bis 12.00 Uhr

Eine Videokonferenz im Monat ist für den Digitalisierungsprozess an Musikschulen in NRW reserviert: Im LVdM NRW Digital-Talk up:load nehmen wir uns 90 Minuten Zeit zum Austausch. Fragen, Ideen und Probleme rund um das vielfältige Thema Digitalisierung sollen hier eine Plattform finden. Auch kleine, kompakte Webinare zu Digital-Themen aus der Musikschul-Community werden hier angeboten. Ziel ist es, möglichst genau zu ermitteln, wie die Lage in Bezug auf die Umsetzung der Digitalisierung im Land ist.

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Nächster Termin: Mo. 28.06.2021 | Anmeldung

Die weiteren Termine für 2021: Mo. 30.08.2021, Fr. 24.09.2021, FR. 29.20.2021, Mo. 29.11.2021 (Änderungen vorbehalten)

Beispiele für „Best Practice digitale Musizierpädagogik“ gesucht!

An Ihrer Musikschule gibt es eine spannende oder besonders gelungene Lösung für den Distanzunterricht? Oder in Ihrem Kollegium ist die „App-Mania“ ausgebrochen und die Schüler:innen staunen über die modernen Angebote? Von JeKits über Schulkooperationen bis hin zum Einzelunterricht und Vorbereitung auf Jugend musiziert möchten wir auf der Website des LVdM NRW die Projekte präsentieren, von denen Sie meinen, dass sie andere inspirieren könnten.
Bitte senden Sie Ihr Beispiel als Text, Video, Foto, digitales Format (Padlet, Miro-Board, Mindmaps, etc.)… an thomas.hanz@lvdm-nrw.de . Bei Videos, Fotos und digitalen Formaten denken Sie bitte an die Urheberrechte und Datenschutzvorgaben.
Für Fragen oder einen Ideenaustausch melden Sie sich gerne bei uns.

Best Practice Beispiele aus den Musikschulen in NRW

Das Online-Musikzimmer der Musikschule Rhein-Kreis Neuss

Mit Beginn der Corona-Pandemie hat sich das Fachkollegium SingPause und JeKits in der Entwicklung eines Konzepts für den Distanzunterricht verschiedene Fragen gestellt:

  1. Wie halten wir den Kontakt zu den Kindern?
  2. Wie transportieren wir den Musikunterricht weiterhin niederschwellig zu den Kindern?
  3. Wie schaffen wir es, die Kinder aktiv und partizipativ am Unterrichtsgeschehen teilhaben zu lassen?
  4. Zu welchen Tageszeiten werden wir gute Teilnahmequoten erzielen?

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Konzeptionell haben wir uns in täglich wechselnden kleinen Teams zu drei Kolleg*innen zusammen geschlossen, je ein(e) „Performer*in“, Begleiter*in und Techniker*in“. Durch die Teambildung ist ein ganz neuer Aspekt der kollegialen Zusammenarbeit entstanden, der uns im Vorfeld so nicht bewusst war. Da wir die „Dienste“ im rotierenden System angelegt hatten, war allen Kolleg*innen klar, dass jede(r) mal vor der Kamera stehen wird. So entstand von Beginn an eine positiv motivierende Atmosphäre, die dazu beigetrug, dass das Kollegium sehr wertschätzend miteinander umging. Wir hatten über einen langen Zeitraum gewissermaßen eine Inhouse-Fortbildung „deluxe“, denn durch die Teams konnte sich das Kollegium gegenseitig erleben. Diesen Effekt des kollegialen Austauschs wollen wir – initiiert durch das Online-Musikzimmer – verstärkt in den kommenden Jahren ausbauen.

Das Online-Musikzimmer wurde in Videokonferenzen gleichzeitig über Webex und Zoom angeboten. 1.900 Kinder aus dem Kreisgebiet wurden dazu eingeladen, die Zugangsdaten wurden über die Klassenleitungen an die Eltern verschickt. Die Stundenpläne der Musikstunden wurden – ähnlich wie in der SingPause – in kleineren Einheiten von 20 Minuten angelegt. Damit wollten wir eine kurze musikalische Pause in das Homeschooling bringen und so die Lernbereitschaft für andere Fächer unterstützen. Zahlreiche positive Reaktionen aus der Elternschaft bestätigten dies.

Der „Sendeplan“ war stets regelmäßig angelegt: die Einheiten wurden täglich zu jeder vollen und halben Stunde von 9-13 und von 16-18 Uhr angeboten, und die Familien konnten die Zeitfenster frei wählen, zu denen sich die Kinder aufschalten. In einigen Schulen haben sich Notbetreuungsgruppen sogar gemeinsam aufgeschaltet. Mit der Rückkehr in den Wechselunterricht wurde das Angebot reduziert aufrechterhalten.

Im Verlauf der vielen Wochen im Fernunterricht konnten wir eine zunehmende „Bildschirmmüdigkeit“ feststellen. Trotz großer Bemühungen, alle Kinder zu erreichen, wurde das Angebot eher von Familien mit höherem Bildungsstand angenommen.

Insgesamt stellte das Online-Musikzimmer für uns einen Mehrwert gegenüber den alternativ dazu angebotenen Lernvideos dar, da wir interaktiv mit den Kindern z.B. Musikrätsel in direkter Kommunikation durchführen konnten. Das hat den Spaßfaktor bei den Kindern, aber auch bei den Kolleg*innen enorm gesteigert.

Teilnehmende Musikschule

Musikschule Rhein-Kreis-Neuss
Weitere Infos: https://www.rhein-kreis-neuss.de/de/freizeit-kultur/musikschule/jekits/jekits-online/

Das online-Festival der Musikschule Hamm

jetzt.musik ONLINE-FESTIVAL

Ganz Hamm ist aufgerufen Videos zum Song Watershed hochzuladen. Die digitale Abwicklung läuft alles über die Smartmusikschule.  Die Öffentlichkeitsarbeit läuft über unser Social Media, sowie über alle Kanäle der Stadt Hamm, das Radio Lippewelle und den offiziellen Instagram- und Facebook-Kanal der Band Giant Rooks.

Man kann singen, tanzen, spielen, was auch immer. Es gibt einen Materialordner mit den Noten.

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Ziel der Digitalisierungsoffensive der nordrhein-westfälischen Landesregierung im Rahmen des Corona-Kulturstärkungsfonds ist der Aufbau einer digitalen Infrastruktur an Musikschulen. Sie sollen dadurch befähigt werden, ihre musizier- und tanzpädagogische Arbeit im Zuge des digitalen Wandels weiterzuentwickeln.

Mobiles und raumgebundenes digitales Arbeiten

Die Förderung umfasst zwei Gruppen digitaler Geräte, die teilweise in Paketen zusammengefasst sind, und Zubehör mit einschließen:

  1. Für das mobile Arbeiten können unterschiedlich ausgestattete Tablets, USB-Mikrofone und Bluetooth-Boxen beantragt werden.
  2. Um digitale Raumsituationen auszugestalten, kann man Smartboards, Laptops, Set-Top-Boxen und Videostudios inklusive Zubehör zu vielfältigen, digitalen Setups kombinieren.

Je nach Ausstattung der Tablets reichen die Einsatzmöglichkeiten von der Videotelefonie über Online-Recherche, Kommunikation, Nutzung von Lernmanagementsystemen, Abspielen und Aufnehmen von Musik und Videos, Übe-Begleitung, Nutzung von Apps bis hin zu Musik- und Videoproduktion. Mobile Router ermöglichen den mobilen Einsatz überall dort, wo Strom, jedoch kein WLAN-Signal vorhanden ist. Sie können aber auch an Orten für eine Verbindung zum Internet sorgen, an denen es nicht möglich ist, festes WLAN zu installieren. Tablets, die sich per Mobilfunk mit dem Internet verbinden können, erweitern das Förderangebot. Dort, wo die Musikschulen die Administration der Geräte selbst organisieren, sind sowohl eine Einrichtungspauschale als auch die Schulung für die Pflege förderfähig.

Im Musikschulalltag können die digitalen Endgeräte vielfältig eingesetzt werden. Das Smartboard bereichert z. B. eine Orchesterprobe, indem der Dirigent allen Musiker*innen die Partitur zeigen kann, oder ein Video eines Profiorchesters, das die Klangvorstellungen der Schüler*innen unterstützt. Im Videostudio werden Tutorials produziert und über verschiedene digitale Kanäle (Social Media, Website der Musikschule, Lernplattform) den Schüler*innen zur Verfügung gestellt. Oder das Videoequipment wird zur Aufnahme von Konzerten genutzt. Auf den Tablets sind Apps installiert, die beim Notenlernen genauso helfen, wie beim Erlernen von Intonation oder Rhythmus.

Die Tablets fungieren gleichzeitig auch als Musik-Studios, die professionelle Aufnahmen ermöglichen. Auch neu entwickelte, rein digitale Instrumenten-Apps können das Angebot der Musikschulen erweitern. Der teilweise niederschwellige Zugang zu Apps und digitalen Geräten machen vielfältige partizipative Angebote möglich.

 

Stetige Fortbildung und Wissensgemeinschaften

Für den Umgang mit all diesen neuen digitalen Optionen benötigen die Kolleg*innen ein umfangreiches Fortbildungskonzept, welches nicht auf ein- oder zweimalige Seminare begrenzt sein darf. Die Digitalisierung wird beständig und mit hohem Tempo weiter fortschreiten. Dies wird von den Musikschulen Innovation und stetigen Kompetenzerwerb verlangen. Somit wird die Erneuerung und nicht die Konservierung von Wissen zentrale Bedeutung haben. Das Bilden von Wissensgemeinschaften und eine Struktur zur Weitergabe, Verteilung und Entwicklung dieses Wissens ist der Schlüssel dazu, dass auch öffentliche Musikschulen der gesellschaftlichen Norm des lebenslangen Lernens gerecht werden. Weiterbildung im digitalen Kontext muss Forschung und Vermittlung vereinen und Wissen dynamisch halten.

Weiterführende Links